Bergheil,

265. AvK-Tour Von Altenberg über den Geisingberg nach der Stadt Geising

Administrator (admin) on 08.12.2015

265. AvK-Tour Von Altenberg über den Geisingberg nach der Stadt Geising

 

Führer der Tour: Jürgen Dittrich 

Teilnehmer: Günter Gasch und Lothar Gerschel (direkt nach Geising), Helmut Niziak, Bärbel Lorenz, Hannelore und Eberhard Schönfelder, Steffen und Erika Gießner, Klaus und Ursel Petzold, Wolfgang Behner, Heinz Jäschke, Gerhard Jahn, Ralph Pohlenz, Friedrich Schumann (a.G.), Jürgen und Regine Dittrich 

(insgesamt 17 Teilnehmer) 

Tourenverlauf und Länge der Strecke: 

Altenberg, Bf. – Altenberg Museum – blaue Markierung über Wetterschacht, Pulverhaus und Markscheidestein auf den Geisingberg (Bergbaude) – abwärts grüne Markierung über Basaltsteinbruch nach der Stadt Geising (Cafe Nestler direkt im Bahnhof) - ca. 6 km 

Hin- und Rückfahrt: 

8.40 mit Bus 360/367 von DD, Hbf. Unter den Brücken, nach Altenberg 

16.24 ab Geising mit Müglitztalbahn nach Heidenau 

Wetter: 

sonnig, windstill, trocken, relativ gute Sicht

 

Aus der „24-Stunden-später-Sicht“ kann man wiederholt nur sagen: großes Glück gehabt. Ich meine, mit dem Wetter. Was ja im Dezember nicht immer so sicher ist, weshalb auch eine Schneevariante ins Auge gefasst werden musste. Sonne, trockene Wege, relativ gute Fernsicht (alle wesentlichen Berge und Höhenzüge waren zu sehen!). Vom Altenberger Bahnhof, wo uns Klaus und Ursel, die mit dem Zug gekommen waren, bereits erwarteten, liefen wir durch Altenberg hinab zum Gelände des Bergbaumuseums Altenberg, vorbei an der Ruine des Römerschachtes. Der Römerschacht (237 m tief) war der wichtigste Schacht zur Erschließung des Altenberger Zinngranitstockes, von ihm aus wurden in verschiedenen Teufen waagerecht Stollen (Abbaustrecken) gegraben, die die Pinge erreichten. Die Pinge selbst war bereits 1620 in Folge eines großen Bergschlags entstanden, als die mit der Technologie des Feuersetzens geschaffenen Weitungsbaue zusammenbrachen. Ich selbst bin 1953 noch über den Römerschacht zur Besichtigung auf der Heinrichssohle eingefahren, damals ein beeindruckendes Erlebnis für mich, diese riesigen Hohlräume unter Tage zu sehen. Unser Ziel war aber die Befahrung des Neubeschert-Glück-Stollens an der Bergbauschauanlage. Der ab 1802 (bis 1849) zur Erschließung zinnerzführender Gänge in der Tiefe aufgefahren wurde. Da er kein Erz angetroffen hatte, wurde er in jüngerer Zeit zu Lehrzwecken und für die Besucher ausgebaut und erweitert. Ich denke, trotz des schmerzenden Eintrittsgeldes war es doch für alle ganz interessant, einiges über die schwere Arbeit der Bergleute unter Tage (spärliches Licht, Staub, Feuchtigkeit, Lärm durch die pressluftbetriebenen Bohrhämmer sowie die Bewetterung) von einem selbst dort tätig Gewesenen (heute sagt man dazu authentisch) zu erfahren. Für mich persönlich war es eine Wiederbegegnung im Altenberger Grubengebäude nach 53 Jahren (1962), weil ich als Lehrling im benachbarten, damals gerade im Entstehen begriffenen Trübestollen (zur Abführung der Aufbereitungsschlämme in den Bielabach) die Geologie kartieren musste (es  handelt sich dort ausschließlich um Altenberger Zinngreisen und Granitporphyr!). 

Wieder ans Tageslicht gekommen, konnten wir herrlich in der wärmenden Sonne ein kleines Picknick genießen, bevor es aufwärts Richtung Geisingberg ging, vorbei an einem Frischwetterschacht und dem alten kleinen Pulverhaus (zum Lagern des Sprengstoffs) bis zum Markscheidestein. Dieser erinnert an die Streitigkeiten um das Altenberger Grubenfeld mit den vielen kleinen Kuxen (Grundstücken), von denen ausgehend der Bergbau in der Tiefe betrieben wurde. Dabei war es leicht, beim Nachbarn zu räubern, weswegen die Markscheider genaue Vermessungen vornehmen mussten, um die Eigentumsrechte zu sichern.

Gemütlich in der Sonne über die herrlichen Wiesen spazierend erreichten wir den kurzen Steilaufschwung des Geisingberges und das gemütliche Berggasthaus. Immer wieder eine gute Adresse und Anlass, regelmäßig dort aufzuschlagen! Warum? Nun Konstanz in der Bewirtung seit 1990 durch die Fam. Klein aus Altenberg, Freundlichkeit, Gemütlichkeit und erschwingliche Preise, das zeichnen diesen wunderbaren Punkt aus. Nach der Stärkung trollten wir uns in munterem Gespräch talwärts, ohne nicht noch vorher den eindrucksvollen Basalt-Steinbruch an der Ostseite zu besichtigen (mit Steinbruchsee). Dem Berg drohte bis etwa vor 80 Jahren das Aus durch ständige Bruch-Erweiterungen, bis der Landesverein Sächsischer Heimatschutz das Gelände dort kaufte und das Areal unter Schutz stellte. Daraus hervorgegangen ist die Pacht des ehemaligen Steinbrecherhauses durch die Natur- und Heimatfreunde Niedersedlitz e.V. (nunmehr schon seit 70 Jahren dort ansässig).

Rasch landeten wir am Bahnhof Geising, wo uns unsere ältesten AVKer Sepp Gasch und Lothar Gerschel begrüßten. Großartig von den Beiden! Nun waren wir an diesem Tage komplett und konnten im Cafe Nestler in Ruhe Kaffee trinken, ggf.auch andere Getränke zu uns nehmen. Kurz vorm Dunkelwerden brachte uns die Müglitztalbahn zurück nach Heidenau. Auf Grund einer geringen Verspätung dieses Zuges erreichten nicht alle Wanderfreunde die S-Bahn nach Dresden, so dass wir uns gar nicht richtig verabschieden konnten. Das möchte ich hiermit nachholen und tschüs sagen bis zum nächsten Mal! 

Berg Heil! 

Jürgen Dittrich

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Tourenverlauf und Länge der Strecke: 

Altenberg, Bf. – Altenberg Museum – blaue Markierung über Wetterschacht, Pulverhaus und Markscheidestein auf den Geisingberg (Bergbaude) – abwärts grüne Markierung über Basaltsteinbruch nach der Stadt Geising (Cafe Nestler direkt im Bahnhof) - ca. 6 km 

Hin- und Rückfahrt: 

8.40 mit Bus 360/367 von DD, Hbf. Unter den Brücken, nach Altenberg 

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Wetter: 

sonnig, windstill, trocken, relativ gute Sicht

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