Bergheil,

298. Tour der A.v.K. am 11.09.2018

Administrator (admin) on 11.09.2018

Wanderung zur Gauernitzer Elbinsel - Elbradweg - Sörnewitz (Mittag 1230 – 1400 )- Weinberg Meißen Boselweg 53 (Weinprobe). Danach Fußweg bis Haltestelle der Stadtbusse Linie A und B Boselweg aller 15 Minuten (etwa 700 m) bis Busbahnhof (Bf. Meißen – Zug aller ½ Stunden nach Dresden.Planung: Treffpunkt 915 Dresden-Hbf., Zug 930 nach Meißen bis Coswig 955 .

Gesamtlänge etwa 12 km.

Vom Bahnhof Coswig gingen wir bei Sonnenschein und bei Temperatur von etwa 20°C zur Fähre nach Gauernitz. Dort befindet sich ein von der Elbe abgetrennter Leitdamm zur Gauernitzer Elbinsel, die unter Naturschutz (Fauna – Flora – Habitat) steht und deshalb nicht betreten werden darf.
Die 13 ha große und 800 m lange Insel (Eigentum des Landesverein Sächsischer Heimatschutz) liegt etwa 4 m über Mittelwasser der Elbe (100 m ü. NN) und ist neben der Pillnitzer Elbinsel eine der früher vorhandenen 18 Elbinseln in Sachsen erhalten geblieben. Ab 1861 wurden die anderen Inseln bei Regulierungsmaßnahmen für die Kettenschiffahrt zur Sicherung der tieferen Mindestwassertiefe beseitigt.
Im Raum Coswig wurden die im Elbtal etwa 10 bis 15 m mächtigen Sande und Kiese abgebaut, die später teils mit Abraum verfüllt oder geflutet wurden. Auf dem von uns benutzten Elbradweg kamen wir gegenüber der Gauernitzer Elbinsel an dem Baggersee der Kiesgrube Kötitz vorbei, an der jetzt starker Badebetrieb herrscht. Nach einer kurzen Rast südlich von Brockwitz sah man auf der anderen Elbseite Schloß Scharfenberg, im Vordergrund das Spaargebirge mit der 189 m hohen Bosel (mhd. bozeln = Kleinschlagen beim Steinbrechen), an der ein Steinbruch besteht, der 1943 durch Kauf des Landesverein (50.000 RM) den weiteren Abbau und damit die Zerstörung eines Naturdenkmals verhinderte.
Nördlich des Spaargebirges erstreckt sich eine breite Senke (Nassau), in der beim Frühjahrshochwasser von 1845 die Elbe bis Meißen floß. Die Hochwässer von 2002 und 2013 konnten sich durch inzwischen errichtete Dämme nicht so weit (z. B. bis Coswig oder Zaschendorf) ausbreiten.
Nach dem Mittagessen in der Gaststätte Dampfschiff in Sörnewitz gingen wir zur alten Weinpresse beim Weingut Schuh. Von der Mosel an die Bosel kam im Jahre 1990 der Winzer Walter Schuh. Inzwischen hat sein Sohn Matthias das Weingut übernommen. Seit diesem Jahr geben wir unsere Weintrauben dort ab, da er die erforderlichen zahlreichen Spritzungen übernommen hat. Am 1.9.2018 lieferten wir den Müller Thurgau und den Spätburgunder. Durch den extrem heißen Sommer reiften alle Weinsorten wesentlich schneller (14 Tage bis 1 Monat). Beispielweise gab ich bei gleicher Oechsle Zahl von 77 (Meßgröße für den Zuckergehalt ermittelt mit den Refraktometer) den Spätburgunder am 1.10.2017 und am 1.9.2018 ab.
Auf der anschließenden Wanderung auf dem Elbradweg nach Meißen sahen wir linkselbisch das sog. Totenhäuschen (zu Batzdorf gehörig) und rechtselbisch das sog. Schwalbennest. Kurz vor Meißen verlassen wir den Elbradweg und steigen in einem kurzen Tal am Weingut Vincenz Richter vorbei zum Boselweg auf. Zum Weingut gehört die am Markt Meißen liegende traditionelle Gaststätte. Nach dem beschwerlichen Aufstieg erreichen wir kurz danach auf der rechten Seite den seit 1528 als Weinberg genutzten Gierberg. Dort befindet sich unser seit 1981 neu aufgerebter Weinberg mit einem kleinen Winzerhäuschen. Hier fanden wir 1500 Uhr einen von meiner Edith schön dekorierten Tisch für die Weinverkostung mit kleinem Imbiss vor. Durch die verfrühte Reife der Reben war es möglich, dass zum Wein der Sorten Müller -Thurgau, Kerner, Weißburgunder und Grauburgunder die entsprechenden Trauben zur Verkostung angeboten werden konnten. Außerdem konnten alle mit dem Refraktometer die Oechsle der Trauben sehen. Dabei wurde festgestellt, dass die Trauben durch den heißen Sommer teils ungleichmäßig gereift sind. Beispielsweise wurde an einer großen Traube des Müller -Thurgau festgestellt, dass der obere Teil 82 Oechsle hat, während der untere Teil nur 60 Oechsle aufwies (unreif). Alle 7 angebotene Weine (Scheurebe, Moreo- Muskat, Riesling) wurden in der Winzergenossenschaft Meißen hergestellt.
Kurz nach 18:20 Uhr hatten wir die Weine probiert und räumten alle die Tafel ab und verabschiedeten uns.

Führer der Tour: Ralf Pohlenz
Teilnehmer: Anita und Uli Voigt, Hannelore und Eberhard Schönfelder, Bärbel und Gunter Lorenz, Erika und Steffen Gießner, Michael Mäntler, Christel und Rainer Scholze, Wolfgang Behner, Edith und Ralf Pohlenz
insgesamt 14 Teilnehmer

Ralf Pohlenz

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