Bergheil,

Tourenbericht „Hohe Tour light“

Administrator (admin) on 21.02.2015

Wie lautet das erste Gebot des Tourenführers? Ich bin Dein Ziel, Deine Tour!

Wie lautet das erste Gebot des Tourenführers? Ich bin Dein Ziel, Deine Tour! Du sollst kei-nen Plan B neben mir haben.
Ja, ich muss zugeben, es gab diesen Plan B. Zu viele negative Meldungen über schwinden-den Schnee, zu viele Selbstzweifel, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, mit den Brettern nach Altenberg zu fahren. Es war die beste Entscheidung, nicht auf sich selbst und die Zweifler zu hören. 

 

Nach dem laschen Januar hatte der Februar alles gegeben. Pulver soweit das Auge reicht. Dann Tauwetter, Frost, Tauwetter und noch mehr Frost! Was da lag war viel und weiß und knochenhart.  Fährt man da noch Ski? Geht es überhaupt noch bis Tisa? Aber alles der Reihe nach!

Der frühe Skifahrer fängt keinen Wurm. Trotzdem fand sich im 8 Uhr Sonderzug nach Altenberg eine Truppe von 9 Leuten zusammen die da waren: Kirstin, Heiko und Anja, Heinz, Roland, Lutz (Bruno), Andreas (Freddi), Gregor (Klein) und ich.

Seltsamerweise hatte die Fraktion Wachs in Altenberg keinerlei Diskussionsbedarf. Nach Reduzierung der Klistervorräte ging es in die Spur. Fraktion Schuppe hatte zunächst noch mit den Schneebedingungen zu kämpfen. Die Sonne bekam aber schnell ein Einsehen und schuf eine ganz hübsche Unterlage mit hohem Vortrieb und viel Grip für alle Arten von Ski.

So konnten wir gegen 10 Uhr vom sonnigen Kahleberg in die Runde schauen und den ersten Glühwein vernichten.

An der Grenze hatten wir dann endlich Freddi eingeholt und Peter mit Sohn Tilmann stieß zu uns.

Da stand er nun vor uns, der böhmische Nebel. Innerhalb von wenigen hundert Metern wurde aus der Vitamin D Kanonade ein Amundsen Gefühl.

Die große Schüssel Böhmen, mit dem Brühwürfel Prag in der Mitte, ist eben immer mal für Mistwetter gut. Erst terrorisiert man seine Nachbarn mit böhmischem Wind, sozusagen eine meteorologische ISIS, dann versteckt man sich im Nebel und tut so, als wäre keiner da.

Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die Tschechen eine der höchsten Scheidungsraten in Europa haben. Die ist sehr verwunderlich. Bei dem ständigen Dunst müssen sich ja die ganzen Malenkas und Pavels erst einmal finden. Vermutlich wird dann zunächst mal auf Verdacht geheiratet und wenn dann nach Monaten der Nebel endlich aufzieht und man sich zum ersten Mal bei klarer Sicht gegenseitig sieht……

Ich bin vom Thema abgekommen. Weiter ging es auf Blau über die Loipenbrücke und weiter in Richtung Ost. Die „Bergsichten“ Familie Meutzner wurde passiert. Dann kam die lange Abfahrt. Pirouetten und Saltos wurden hingelegt. Auch der Tourenführer bekam Schneekontakt, weil junge Klubrüpel unbedingt überholen mussten.

An einer Aussicht hatte dann endlich die Sonne Einsicht. Wir waren ja schließlich auch nur am Schüsselrand. Der Kamm zog auf und die erste Rast blieb eine sonnige Angelegenheit. Tschechische Paare zogen weiterhin friedlich ihre Bahnen. Vielleicht muss ich doch noch etwas an meiner Beziehungstheorie feilen.

Es nahte das Mückentürmchen. Vom Ziel Tisa hatte ich mich innerlich eigentlich schon am Anfang verabschiedet. Der Schnee wurde mit jedem Meter weniger. Aus Richtung Adolfsgrün kamen deutliche Brauntöne zum Vorschein.

So zogen uns Pepy und Evy in ihren Bann. Ein Lama passte derweil draußen auf die Ski auf.

Frisch gestärkt ging es auf der roten Route zurück. Ein Teil der Gruppe musste erkennen, das Abkürzungen manchmal ganz schon lang sein können. So splitterte die Sache in Roland, Kirstin und mich + Sputnik Freddi, der uns immer umkreiste, und den Rest auf.

Es wurde ein sehr schöner Abend mit klarer Sicht und viel Zeit für Malenka, sich das „Ano“ noch mal gut zu überlegen.

Die luxemburgische Stadt Schengen grüßte mit einem kleinen Buckel in der Loipe. Kurz darauf saßen wir in der Beerenhütte, wo der Rest dann auch eintraf und der letzte Wintersportexpress konsequent ausgesessen wurde.

Schließlich kam noch die Talfahrt nach Altenberg, bei der sich einzelne Klubfreunde vor Jahren ja schon mit herausragenden B Noten Gratisfahrten in den OP erkämpft hatten. Es ging diesmal alles gut, auch wenn der Schnee schon deutlich härter wurde. Ohne Blessuren trafen alle am Ziel ein. Der Supermarkt rückt noch Flüssigware heraus. Die uns demnächst für länger verlassenden Anja und Heiko gaben den Ausstand. Heikos Armbandkraftwerk blieb bei reichlich 30km stehen. Also doch eine ganz hübsche Strecke!

Mit dem vorletzten Linien-Zug rauschten wir dann im Dunklen durch das Müglitztal. Ich glaube, die Gesichter waren alle überaus zufrieden, meines auch.

 

In Gedenken an die heute wieder durch den Nebel tappenden Malenkas und Pavels.

 

Euer Frank

Fotos von Anja unter „Tourenbilder“

 

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